Allgemeine Geschäftsbedingungen für leadwords.app
Stand: 01.10.2026
1. Geltungsbereich und Anbieter
1.1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen regeln die Nutzung der SaaS-Anwendung leadwords.app zwischen VR the Fans GmbH, Gastgebgasse 3/243, 1230 Wien, Österreich (FN 663868 b) und den Nutzern.
1.2. leadwords.app wird in Kooperation mit Wilhelm Tupy angeboten. Einziger Vertragspartner ist die VR the Fans GmbH.
1.3. Diese AGB gelten für Verbraucher und Unternehmer.
1.4. Abweichende Bedingungen des Kunden werden abgelehnt, es sei denn, sie wurden schriftlich akzeptiert.
1.5. Die zum Vertragsabschluss gültige AGB-Fassung ist maßgeblich.
2. Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung
2.1. Der Anbieter stellt Zugang zur Web-Anwendung leadwords.app als SaaS bereit.
2.2. Der Dienst umfasst KI-gestützte Führungskräfte-Coaching-Funktionen sowie die Bereitstellung der Ergebnisse an den Nutzer bzw. Firmenkunden.
2.3. Ein Anspruch auf einen bestimmten Funktionsumfang, ein bestimmtes Erscheinungsbild oder bestimmte Ergebnisse besteht nicht.
2.4. Der Anbieter darf den Dienst weiterentwickeln und anpassen, solange der Kernnutzen erhalten bleibt und dies dem Kunden zumutbar ist.
2.5. Nutzung durch Führungskräfte im Firmenauftrag. Wird der Dienst von einem Unternehmen (nachfolgend "Firmenkunde") für die Nutzung durch dessen Führungskräfte, Mitarbeitende oder sonstige weisungsgebundene Personen (nachfolgend gemeinsam "Endnutzer") bezogen, so ist ausschließlich der Firmenkunde Vertragspartner des Anbieters. Der Firmenkunde ist verantwortlich für die Auswahl der Endnutzer, die Zuteilung von Zugängen sowie für sämtliche mit der Nutzung durch die Endnutzer verbundenen arbeits-, dienst- und mitbestimmungsrechtlichen Pflichten.
Endnutzer sind nicht selbst Vertragspartei des Anbieters. Die Nutzungsrechte an den Ergebnissen nach Ziffer 10 liegen beim Firmenkunden, soweit nichts anderes vereinbart ist. Was Endnutzer im Dienst eingeben und besprechen, bleibt vertraulich. Der Firmenkunde sieht keine einzelnen Sitzungen, Fragen oder Antworten. Er erhält ausschließlich zusammengefasste, anonymisierte Auswertungen, etwa welche Themen im Unternehmen häufig vorkommen, die keinen Rückschluss auf einzelne Personen zulassen (siehe Datenschutzerklärung Ziffern 1a, 1b und 2.8).
2.6. Erwirbt eine natürliche Person den Dienst außerhalb ihrer beruflichen oder selbständigen Tätigkeit - etwa eine Führungskraft, die einen privaten Zugang für die eigene fachliche Weiterentwicklung bucht, ohne dass ihre Firma zahlt oder Vertragspartei wird -, so ist sie gegenüber dem Anbieter Verbraucherin bzw. Verbraucher im Sinne des KSchG. Die Regelungen über Endnutzer im Firmenauftrag (Ziffer 2.5) gelten in diesem Fall nicht. Eine spätere Übertragung eines privat erworbenen Zugangs auf ein Unternehmen ist nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des Anbieters zulässig; ab dem Zeitpunkt der Übertragung gilt Ziffer 2.5.
3. Registrierung und Nutzerkonto
3.1. Die Nutzung erfordert typischerweise Registrierung. Der Kunde garantiert wahrheitsgemäße, vollständige Daten bei Registrierung.
3.2. Berechtigt zur Registrierung sind Personen ab 18 Jahren und juristische Personen.
3.3. Zugangsdaten müssen geheim gehalten werden. Der Kunde haftet für Aktivitäten unter seinem Konto, außer bei Missbrauch ohne sein Verschulden.
3.4. Das Nutzerkonto ist ohne Zustimmung nicht übertragbar.
4. Vertragsabschluss
4.1. Die Darstellung des Dienstes auf der Website ist ein unverbindliches Angebot.
4.2. Das Bestell- oder Registrierungsformular stellt ein verbindliches Angebot des Kunden dar.
4.3. Der Vertrag kommt zustande, sobald der Anbieter die Registrierung bestätigt oder Zugang freischaltet.
4.4. Die jeweils gültigen AGB sind unter leadwords.app/agb abrufbar und können dort ausgedruckt werden.
4.5. Schließt der Anbieter mit einem Firmenkunden einen gesonderten Vertrag, gehen dessen Regelungen diesen AGB vor. Im Übrigen gelten diese AGB ergänzend.
5. Verfügbarkeit und Wartung
5.1. Der Anbieter bemüht sich um hohe Verfügbarkeit, schuldet aber keine bestimmte Verfügbarkeit, außer bei separater SLA.
5.2. Geplante Wartung und Ausfälle außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters zählen nicht zur Verfügbarkeit.
5.3. Geplante Wartungen erfolgen in nutzungsschwachen Zeiten mit Ankündigung, soweit zumutbar.
6. Preise, Zahlungsbedingungen und Verzug
6.1. Es gelten die zum Buchungszeitpunkt angegebenen Preise. Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer.
6.2. Der Dienst wird im Abonnement gegen wiederkehrendes monatliches oder jährliches Entgelt bereitgestellt, fällig im Voraus.
6.3. Zahlung erfolgt über angebotene Methoden. Der Kunde ermächtigt den Anbieter zum Einzug des Entgelts.
6.4. Das Entgelt wird zu Beginn jeder Abrechnungsperiode eingezogen. Schlägt die Zahlung fehl, etwa weil die Kreditkarte abgelehnt wird, ist der Zugang zu den kostenpflichtigen Funktionen gesperrt, bis die Zahlung nachgeholt ist. Bei Zahlung auf Rechnung gelten im Verzugsfall Verzugszinsen von 4 % p. a. für Verbraucher und 10 % p. a. für Unternehmer.
6.5. Preisänderungen: Der Anbieter kann Entgelte für künftige Perioden anpassen mit mindestens sechs Wochen Vorankündigung. Kein Widerspruch bedeutet Annahme; Sonderkündigungsrecht besteht.
6.6. Aufrechnung nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen, für Verbraucher mit Ausnahmen nach § 6 Abs. 1 Z 8 KSchG.
7. Vertragslaufzeit und Kündigung
7.1. Der Vertrag läuft für die gewählte Mindestlaufzeit und verlängert sich automatisch, außer bei fristgerechter Kündigung.
7.2. Beide Seiten können zum Ende jeder Abrechnungsperiode kündigen. Verbraucher können jederzeit ohne zusätzliche Frist kündigen.
7.3. Außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Für den Anbieter liegt ein wichtiger Grund vor bei erheblichem AGB-Verstoß oder Zahlungsverzug trotz Nachfristsetzung.
7.4. Kündigungen bedürfen Textform (z. B. E-Mail) oder erfolgen über die entsprechende Kontofunktion.
7.5. Nach Vertragsende wird der Zugang deaktiviert. Der Kunde muss seine Daten vor Vertragsende exportieren. Der Anbieter darf Kundeninhalte nach angemessener Frist (ca. 30 Tage) löschen.
8. Widerrufsrecht für Verbraucher
Ausschließlich für Verbraucher im Fernabsatz:
8.1. Widerrufsbelehrung
Verbraucher haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Mitteilung an: VR the Fans GmbH, Gastgebgasse 3/243, 1230 Wien, support@leadwords.app.
Folgen des Widerrufs: Der Anbieter erstattet alle Zahlungen unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen nach Widerrufsmitteilung über dasselbe Zahlungsmittel.
Vorzeitiges Erlöschen: Das Widerrufsrecht erlischt bei nicht auf körperlichen Datenträgern befindlichen digitalen Inhalten, wenn der Anbieter mit der Erfüllung begann und der Kunde vorher ausdrücklich zugestimmt und zur Kenntnis genommen hat, dass dies das Widerrufsrecht aufhebt, und eine Bestätigung erhalten hat.
8.2. Muster-Widerrufsformular
Adressat: VR the Fans GmbH, Gastgebgasse 3/243, 1230 Wien, support@leadwords.app. Erklärung des Widerrufs mit Angaben zu: Bestelldatum, Name, Anschrift, Datum und Unterschrift (Papierform).
9. Pflichten des Nutzers und zulässige Nutzung
9.1. Der Kunde nutzt den Dienst ausschließlich im Rahmen der geltenden Gesetze und dieser AGB.
9.2. Dem Kunden ist insbesondere untersagt:
(a) Eingabe, Speicherung oder Verbreitung rechtswidriger Inhalte oder solcher, die Rechte Dritter verletzen;
(b) Versand von Spam oder rechtswidrigen Nachrichten;
(c) Einbringung von Schadsoftware oder sicherheitsgefährdenden Maßnahmen;
(d) automatisiertes Auslesen, Dekompilieren oder Reverse Engineering über gesetzlich Erlaubtes hinaus;
(e) Umgehung von Zugangs- oder Sicherheitsbeschränkungen; Weitergabe von Zugangsdaten.
9.3. Der Kunde ist allein verantwortlich für seine Inhalte und sichert zu, alle erforderlichen Rechte zu haben.
9.4. Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf rechtswidriger Nutzung oder seinen Inhalten beruhen.
9.5. Bei Verstößen darf der Anbieter Inhalte sperren/entfernen oder das Konto vorübergehend/dauerhaft sperren.
9.6. Der Kunde stellt den Anbieter, seine Erfüllungsgehilfen, gesetzlichen Vertreter und Mitarbeitenden sowie den Kooperationspartner Wilhelm Tupy von sämtlichen Ansprüchen frei, die von Endnutzern, deren Angehörigen oder sonstigen Dritten gegen den Anbieter gerichtet werden und die auf einer Nutzung des Dienstes durch den Kunden oder dessen Endnutzer beruhen, insbesondere:
(a) auf Personalentscheidungen des Kunden (Kündigung, Versetzung, Zurückweisung von Beförderungen, sonstige nachteilige Maßnahmen), die im Zusammenhang mit einer über den Dienst generierten Auskunft oder Empfehlung stehen;
(b) auf gesundheitlichen, seelischen oder wirtschaftlichen Folgeschäden bei Endnutzern oder Dritten, deren Ursache - auch nur mittelbar - auf Eingaben oder Ergebnisse des Dienstes zurückgeführt wird;
(c) auf Verstöße gegen datenschutz-, arbeits- oder mitbestimmungsrechtliche Vorschriften, die der Kunde bei der Einführung, Nutzung oder Konfiguration des Dienstes gegenüber Endnutzern oder deren Interessenvertretungen zu beachten hat, einschließlich Datenschutzverletzungen durch unbefugte Eingabe personenbezogener Daten Dritter;
(d) auf Verletzungen von Rechten Dritter durch vom Kunden oder seinen Endnutzern eingegebene Inhalte oder aus den Ergebnissen abgeleitete Handlungen, insbesondere Verletzungen von Urheber-, Marken-, Persönlichkeits-, Wettbewerbs- oder Geschäftsgeheimnisrechten;
(e) auf einen Missbrauch von Zugängen, die der Kunde einer Person eingeräumt und nach Beendigung des Beschäftigungs- oder Beauftragungsverhältnisses nicht rechtzeitig entzogen hat, insbesondere durch Ex-Mitarbeitende, Ex-Geschäftsführer oder ausgeschiedene externe Beraterinnen und Berater;
(f) auf Anfragen, Prüfungen oder Verfahren einer Aufsichtsbehörde (insbesondere der Datenschutzbehörde, des Arbeitsinspektorats, der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft oder einer Marktüberwachungsbehörde nach AI Act);
(g) auf Folgen einer unbefugten Weitergabe von Ergebnissen, Bildschirmaufnahmen, Auszügen oder Zitaten aus dem Dienst durch den Kunden, seine Endnutzer oder sonstige Dritte (z. B. geleakte Screenshots, Weiterleitungen an Presse oder Social Media);
(h) auf Ansprüche Dritter aus Urheber-, Marken-, Muster- oder Wettbewerbsrecht, die entstehen, weil der Kunde oder ein Endnutzer Ergebnisse des Dienstes wirtschaftlich verwertet oder öffentlich verbreitet hat.
Die Freistellung umfasst auch angemessene Kosten der außergerichtlichen und gerichtlichen Rechtsverteidigung. Sie gilt nicht, soweit der Anbieter den Anspruch selbst durch eigenes Verschulden verursacht hat. Der Anbieter wird den Kunden über einen Anspruch unverzüglich informieren.
10. Nutzungsrechte, geistiges Eigentum und Kundeninhalte
10.1. Alle Rechte am Dienst, der Software und Schutzrechten stehen dem Anbieter oder seinen Lizenzgebern zu.
10.2. Der Anbieter räumt dem Kunden ein nicht ausschließliches, nicht übertragbares Recht ein, den Dienst im vereinbarten Umfang zu nutzen.
10.3. An Kundeninhalten erwirbt der Anbieter keine Eigentumsrechte. Der Kunde räumt dem Anbieter das Recht ein, Kundeninhalte zu speichern, verarbeiten, vervielfältigen und an Auftragsverarbeiter weiterzugeben.
10.4. Bei KI-generierten Ergebnissen räumt der Anbieter dem Kunden - vorbehaltlich vollständiger Zahlung - das Recht ein, diese zu nutzen.
11. KI-gestützte Funktionen
11.1. Der Dienst enthält KI-Funktionen, die auf Diensten Dritter beruhen. Kundeninhalte können an diese Dienstleister übermittelt werden.
11.2. KI-generierte Ergebnisse werden automatisiert erstellt und können unrichtig, unvollständig, veraltet oder missverständlich sein. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr.
11.3. Der Kunde muss KI-Ergebnisse vor Verwendung auf Richtigkeit und Rechtmäßigkeit prüfen. Sie ersetzen keine fachliche Beratung.
11.4. Aufgrund generativer KI-Funktionsweise können gleiche oder ähnliche Ergebnisse anderen Nutzern bereitgestellt werden. Exklusivität wird nicht zugesichert.
11.5. Der Dienst ist ein KI-System im Sinne der Verordnung (EU) 2024/1689 ("AI Act"). Sämtliche Antworten, Empfehlungen und Auswertungen, die der Kunde oder ein Endnutzer über den Dienst erhält, werden automatisiert durch ein KI-System erzeugt, das durch die Führungsgrundsätze und die kuratierten Methoden des Kooperationspartners Wilhelm Tupy sowie auf Basis unserer Situationsdatenbank spezialisiert und laufend weiterentwickelt wird, und stellen keine menschliche Beratung dar. Der Kunde und seine Endnutzer werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Interaktion mit einem KI-System erfolgt (Art. 50 Abs. 1 AI Act). Eine automatisierte Entscheidungsfindung mit rechtlicher Wirkung im Sinne des Art. 22 DSGVO findet nicht statt.
11.6. Die Ergebnisse des Dienstes ersetzen keine rechtliche Beratung im Allgemeinen - insbesondere keine anwaltliche, personal-, arbeits-, sozialversicherungs- oder mitbestimmungsrechtliche Beratung - und ebenso keine steuerliche, medizinische, psychologische oder psychotherapeutische Beratung. Der Dienst darf nicht als alleinige Grundlage für Personalentscheidungen (Einstellung, Kündigung, Versetzung, Abmahnung, Beförderung) eingesetzt werden. In akuten Krisen- oder Notfallsituationen - insbesondere bei Selbst- oder Fremdgefährdung von Endnutzern oder Dritten - sind ausschließlich fachlich qualifizierte Stellen (etwa Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Kriseninterventionsdienste, im akuten Notfall die Notrufnummer 144 oder die Telefonseelsorge 142) beizuziehen. Der Anbieter übernimmt keine Verantwortung für die Folgen einer entgegen dieser Klausel erfolgten Nutzung.
12. Gewährleistung
12.1. Der Anbieter gewährleistet, dass der Dienst der Leistungsbeschreibung entspricht. Gesetzliche Gewährleistungsrechte bleiben unberührt.
12.2. Für Unternehmer: Gewährleistungsfrist zwölf Monate. Mängel müssen unverzüglich gerügt werden. Die Beweislastumkehr des § 924 ABGB wird abbedungen.
12.3. Unerhebliche Beeinträchtigungen oder auf unsachgemäße Nutzung/Kundenverschulden beruhende Mängel begründen keine Gewährleistungsansprüche.
12.4. Bei digitalen Leistungen erbringt der Anbieter Gewährleistung vorrangig durch Nachbesserung. Weitere Rechtsbehelfe folgen dem VGG.
13. Haftung
13.1. Für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie bei Vorsatz haftet der Anbieter nach den gesetzlichen Bestimmungen. Bei grober Fahrlässigkeit gilt das gegenüber Verbrauchern ebenso, gegenüber Unternehmern gilt die Begrenzung nach Ziffer 13.3.
13.2. Bei leichter Fahrlässigkeit bei wesentlicher Vertragspflicht ist die Haftung auf den vertragstypischen vorhersehbaren Schaden begrenzt.
13.3. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit, soweit zulässig, ausgeschlossen. Gegenüber Unternehmern haftet der Anbieter nicht für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden, Datenverluste oder Folgeschäden. Gegenüber Unternehmern ist die Haftung, ausgenommen bei Vorsatz und bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, je Vertragsjahr insgesamt auf das Entgelt begrenzt, das der Unternehmer in den zwölf Monaten vor dem Schadensereignis bezahlt hat.
13.4. Der Anbieter haftet nicht für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Rechtmäßigkeit oder Verwendbarkeit von KI-generierten Ergebnissen (Ziffer 11), nicht für Kundeninhalte sowie nicht für mittelbare Folgen, die aus der Verwendung von Ergebnissen des Dienstes durch den Kunden, dessen Endnutzer oder Dritte resultieren. Insbesondere haftet der Anbieter nicht für Personalentscheidungen des Kunden und ihre arbeits-, sozialversicherungs- oder haftungsrechtlichen Folgen; nicht für gesundheitliche, seelische oder wirtschaftliche Schäden von Endnutzern oder Dritten, deren Ursache - auch nur mittelbar - auf Eingaben oder Ergebnissen des Dienstes beruht; auch nicht dafür, wenn sich hieraus für den Kunden, den Firmenkunden oder Dritte eine wirtschaftlich nachteilige Situation ergibt, insbesondere Schadenersatzansprüche, Bußgelder, Geldstrafen, Vergleichszahlungen, entgangener Gewinn, entgangene Aufträge, Rückabwicklungs-, Reputations- oder Verteidigungskosten; nicht für Verstöße des Kunden gegen datenschutz-, arbeits- oder mitbestimmungsrechtliche Vorschriften. Ziffer 9.6 (Freistellung) gilt ergänzend. Die Haftungsbeschränkungen dieser Ziffer gelten gegenüber Verbrauchern nur, soweit dies nach zwingenden Bestimmungen des KSchG zulässig ist; die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit (13.1) sowie für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Personen- und Sachschäden gegenüber Verbrauchern (§ 6 Abs. 1 Z 9 KSchG) bleibt unberührt.
13.5. Für Datenwiederherstellung haftet der Anbieter nur, wenn der Kunde branchenübliche Sicherung vornahm.
13.6. Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten von Erfüllungsgehilfen und Wilhelm Tupy.
13.7. Diese Beschränkungen gelten gegenüber Verbrauchern nur im KSchG-zulässigen Umfang.
14. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
14.1. Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten nach DSGVO und DSG. Details: leadwords.app/datenschutz.
14.2. Nutzt der Firmenkunde den Dienst für Eingaben, die personenbezogene Daten Dritter (insbesondere seiner Endnutzer) betreffen, verarbeitet der Anbieter diese Daten als Auftragsverarbeiter im Sinne des Art. 28 DSGVO für den Firmenkunden. In diesem Fall schließen die Parteien den unter leadwords.app/avv abrufbaren Auftragsverarbeitungsvertrag ab. Der AVV wird mit Aktivierung eines Firmen-Zugangs Bestandteil dieses Vertrages, es sei denn, die Parteien vereinbaren im Einzelfall schriftlich abweichende Bedingungen.
15. Änderungen dieser AGB
15.1. Der Anbieter kann die AGB mit Zukunftswirkung ändern, wenn dies aufgrund von Rechtsänderungen, Rechtsprechung oder technischen Entwicklungen erforderlich ist.
16. Schlussbestimmungen
16.1. Rechtswahl: Österreichisches Recht gilt, ausgenommen IPR und CISG. Für Verbraucher nur soweit, als zwingende Schutzbestimmungen erhalten bleiben.
16.1a. Aufsichtsrechtlicher Rahmen: Streitigkeiten aus der Nutzung des Dienstes können zusätzlich Gegenstand aufsichtsrechtlicher Verfahren nach DSGVO, ArbVG bzw. BetrVG und AI Act sein; die Zuständigkeit der zuständigen Aufsichtsbehörde bleibt unberührt.
16.2. Gerichtsstand: Für Unternehmer ausschließlich sachlich zuständiges Gericht in Wien. Für Verbraucher: gesetzliche Gerichtsstände nach Verbraucherschutzrecht.
16.3. Salvatorische Klausel: Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen berührt andere nicht. Für Unternehmer tritt die gesetzlich nächstliegende Regelung ein.
16.4. Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Schriftform. Das gilt auch für ein Abgehen von diesem Formerfordernis.
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